Startseite
Aktuelles
MGV Concordia
Shanty Chor
Historie
Veranstaltungen
Fotos
Mitglieder
Kontakt
mitsingen ?
Humor
Partner

  Männergesangverein “CONCORDIA”  Haren (Ems) von 1866 e.V.

Bericht von der Bootstour in Friesland vom 23.-25. Sept. 2016

Von langer Hand vorbereitet - und da aus dem Gesamtchor in diesem Jahr keine ausreichende Zahl an Mitfahrern zur Verfügung standen - entschlossen sich 9 Sänger eine Motorboot-Tour auf den friesischen Seen in Holland zu unternehmen. Die Organisation oblag Kaspar und Hans Cosse - wobei die Hauptarbeit von Kaspar erbracht wurde. Leider fiel Mitfahrer Hermann im letzten Augenblick noch krankheitsbedingt aus, sodass wir letztlich zu  acht fuhren.

Am Fr., den 23.09.2016 trafen wir uns bei Kaspar vorm Haus, beluden den Bus und den Anhänger und fuhren gen Holland. Die Sonne begleitete uns - und dass sollte auch für den Rest des Wochenendes so bleiben. Schon gegen 12.50 h erreichten wir die Charterbasis in Sneek und konnten ohne Verzögerungen das Boot beladen und die Formalitäten zur Bootsübernahme erledigen. Alle fassten mit an, sodass wir schon um 13.30 h abfahren konnten.

Die Verteilung der Kojen war vollkommen reibungslos. Nachdem Kaspar den Diesel gestartet hatte, versammelten sich alle, die keine Leine loszuwerfen hatten, auf dem Achterdeck. Dann hieß es: “Leggo”, ein Kommando, das wir an diesem Wochenende noch des Öfteren hören sollten - und die Reise begann. Wir fuhren nun auf direktem Weg Richtung Sneeker Meer und zum Prinses-Margriet-Kanal. Auf diesen bogen wir Richtung Süden, nach Lemmer, ein. Wegen des guten Wetters waren auf diesem Hauptfahrwasser eine Unmenge an weiteren Freizeitschiffern unterwegs. Man musste also durchaus aufpassen, nicht ein kleineres Boot umzufahren.

Dem Prinses-Margriet-Kanal folgten wird nun ca. 6 Kilometer um dann nach steuerbord in den Johan-Friso-Kanal abzubiegen, der uns zum Heeger Meer und nach Heeg brachte. Hier trafen wir gegen 15.30 h ein und legten kurz im Hafen an, um noch letzte Besorgungen zu erledigen. Die Pause wurde genutzt, um neben dem ersten Bier, das es natürlich schon gegeben hatte, auch Kaffee und Gebäck auf die Tafel zu stellen.

Dann ging es aufs Heeger Meer, ein langgestrecktes Meer welches in Nordost-Südwest Richtung verläuft. Hieran schließt sich der Flussen an, ein weiteres “Meer”. Am Ende dieser beiden Meere, die uns durchaus etwas durchschaukelten ging es wieder auf dem Johan-Friso-Kanal weiter, bis wir die Endstation des heutigen Tages, das Städtchen Stavoren am Ijsselmeer erreichten. Hier suchten wir uns gegen 17.30 h einen Liegeplatz im Binnenhafen. Kaspar wusste von einem früheren Aufenthalt von einer Fischbude an der Schleuse, von wo wir unser rustikales aber schmackhaftes Abendessen bezogen. Im Anschluss machten wir uns landfein und erkundeten das Städtchen. Am Binnenhafen entlang liefen wir bis zur alten Seeschleuse. Dort lagen all die großen Plattbodenschiffe, die früher Fracht transportierten und heute - soweit sie noch existieren - umgebaut sind und Passagiere fahren. Nach einem Gang durch den Außenhafen suchten wir uns eine gemütliche Kneipe mit Außenterrasse und Blick auf den Hafen. Dort haben wir dann ganz leise noch ein wenig gesungen, sind dann aber doch recht früh wieder an Bord gewesen. Hier war aber noch nicht Schluss. Auf dem Achterdeck sangen wir dann bei Bier und Wein noch weiter. Vom Nachbarboot zog dies noch einen Sänger aus dem Siegerland an, der sich als netter Kollege entpuppte. Motto: Wo Gesang ist, lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder.

Am nächsten Morgen ab 07.45 h wurde die Gesellschaft schon wieder wach. Wer nicht an Bord duschen wollte, benötigte 50 ct und musste ein paar hundert Meter die Kai entlanglaufen zum nächsten Toilettenhäuschen. Ab 08.30 h gab es dann von Kaspar und Gerd vorbereitet ein deftiges Frühstück mit Spiegelei und Speck. Als Kaspar fertig war, hieß es “Leggo!”,  und weiter ging die Reise.

Wir mussten erst ein Stück den Johan-Friso-Kanal wieder zurück und bogen dann nach Backbord in den Yntemasleat ein, überquerten das Grutte Gaastar, um dann auf dem Lange Vliet weiter zu fahren. Bei Warkum ging es dann scharf nach Steuerbord in den Trekweg. Diesem Kanal folgten wir in nördlicher Richtung bis Boalsert. Kurz vor Boalsert lagen wir in der Mittagspause vor einer Brücke und nutzten die Zwangspause ebenfalls um Mittag zu machen. Es gab vorgebratene Schnitzel und Frikadellen...

In Boalsert machte der Kanal dann einen scharfen Knick nach Osten. Wir folgten ihm bis wird wieder den Johan-Friso-Kanal kreuzten und kamen so nach Woudsend. Den malerischen Ort durchfuhren wir und überquerten im Anschluss das Sloter Meer. Danach durchfuhren wir Sloten, den meiner Auffassung nach schönsten Ort in Friesland. Nach Sloten folgten wir den Kanälen Dele und Lange Sleat und kamen so zum Prinses-Margriet-Kanal zurück. Diesen brauchten wir nur zu überqueren und waren nun im Hafengebiet von Lemmer. Hier hatte unser Käpt’n schon öfter mit dem Boot gelegen und suchte uns einen schönen Liegeplatz außen “auf Reede”, wo wir im Zweifel auch spätabends noch ein gepflegtes Lied würden schmettern können.

Nach dem Anlegen gab es natürlich ein Einlaufbier und dann musste man sich landfein machen, um in den Ort zu laufen. Im alten Binnenhafen von Lemmer lagen an dem Abend viele alten Boote und Rettungskreuzer der holländischen Lebensrettungsgesellschaft. Da das Wetter nach wie vor wunderschön war, drängelten sich die Menschen durch die engen Gassen. Wir suchten uns ein nettes Lokal und aßen gepflegt zu abend. Auch hier ließen wir es uns nicht nehmen ganz leise einige Liedchen zum besten zu geben und ernteten dabei durchaus Beifall. Besonders bei den holländischen Liedern fielen die umliegenden Tische mit ein.

Ein Rundgang um den alten Hafen schloss unseren Landgang ab. Auf einen Zappelschuppen (Discothek) hatte so recht niemand Lust. An Bord wurde dann noch das eine und das andere Lied gesungen und Kaspar erzählte auf Bitten von uns allen ein paar spannende Geschichten aus seinem Seemannsleben. Nett anzuhören, und mancher bekam sicher auch eine Gänsehaut bei den eindringlichen Schilderungen. Man merkte aber, dass als Schiffsführer auch viel Verantwortung für Besatzung,  Schiff und Ladung im Spiel ist und mitunter schnelle und einsame Entscheidungen gefragt sind...

Am Sonntagmorgen fand das samstägliche Frühstück eine Neuauflage und um kurz vor 09.00 waren wir schon wieder in Bewegung. Wir folgten zuerst dem Grote Brekken nach Norden und bogen an seinem Ende nach Steuerbord in den Follegasloot ab. Diesem folgten wir bis zum Tjeuke Meer, das dann überquert wurde. Wir verließen das Meer am Nordwest Ende durch den Scharster Rijn. Dieser Kanal brachte uns nach einigen Kurven und Wendungen in die Langwarder Wielen. Da wir dort gegen Mittag ankamen, fuhren wir nach Langweer rein und legten uns dort in den Binnenhafen. Zu Mittag gab es nun Pfannekuchen mit Speck und Apfel.

Im Anschluss überquerten wir die Langweerder Wielen und verließen diese in nordöstlicher Richtung durch den Noarder Oulde Wei. Dieser Kanal brachte uns ins Goingarijpster Puollen  - das nächste Meer. Durch die Terkaplester Puollen und die Terhernster Puollen erreichten wird dann das Sneeker Meer. Auch hier auf dem Hauptfahrwasser waren wohl aufgrund des schönen Herbstwetters und der Verbundenheit der Holländer mit dem Wasser jede Menge Boote und Schiffe unterwegs. Nachdem wir auch dieses durchfahren hatten, näherten wir uns wieder unserem Ausgangsort, der Charterbasis Zijlda Yachten in Sneek. Dort trafen wir gegen ca. 16.00 h wieder ein.

Es folgten nun noch das Ausräumen und Saubermachen des Bootes sowie das Beladen unseres Autos. Als Fazit läßt sich festhalten, dass wir viel Wasser gesehen haben, lecker gegessen und getrunken haben und rund 150 km auf kurzweilige Weise zurückgelegt haben.

Nochmals ein Dank an Kaspar, der alles bis ins Detail vorbereitet hatte. Es ließ sich alles 1 zu 1 umsetzen.

 

IMG_4207
IMG_4206 IMG_4209
DSCF9605
DSCF9611
DSCF9612
DSCF9617
DSCF9620
DSCF9628
IMG_20160923_195030
IMG_4285 - Kopie
IMG-20160924-WA0007
IMG_4225
IMG_4238
IMG_4222
IMG_4251 - Kopie IMG_4269 - Kopie
IMG_4264 - Kopie
IMG_4363
IMG_4278 - Kopie

Eine wunderschöne Tour, die hoffentlich bei Gelegenheit wiederholt wird!

HC